Bauchfett Arten – Wo liegen die Unterschiede?

23.12.2022|Jan Bahmann |Abnehmen
Wenn wir in den Spiegel schauen, sehen und fühlen wir immer nur das Bauchfett, das sowohl sichtbar als auch greifbar ist. Dieser Bereich wird von vielen häufig als Problemzone bezeichnet. Man könnte denken, dass es sich um ein einziges Fettgewebe handelt.

Jedoch existieren insgesamt zwei Arten von Bauchfett. Das in der Bauchhöhle versteckte Viszeralfett und das subkutane Bauchfett, welches wir einfach ertasten können. Dieses liegt direkt unter der Haut.

Obwohl wir optisch das subkutane Bauchfett loswerden wollen, um unsere Wohlfühlfigur zu erreichen, sollte man besonderes Augenmerk auf das Viszeralfett legen. Jenes ist weitaus gefährlicher für unsere Gesundheit als die sichtbaren Fettdepots.

Viszeralfett erhöht nicht nur das Risiko von Entzündungen. Es begünstigt zudem auch  Diabetes Typ 2 und führt in einigen Fällen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier erfährst du, wie sich die verschiedenen Bauchfett Typen unterscheiden und wie du sie erfolgreich mit einem Coaching bei Jan Bahmann reduzieren kannst.

  • Bauchfett Frau Arten
  • Bildung von viszeralem- und Subkutanem Bauchfett
  • Ursachen und gesundheitliche Auswirkungen
  • Hormonschwankungen
  • Überschüssiges Bauchfett reduzieren
  • vom dicken Bauch zum flachen Bauch

Viszeralfett

Das Viszeralfett oder auch intraabdominales Fett genannt, befindet sich in der Bauchhöhle. Es umschließt dabei die Organe und ist zudem vor der Bauchmuskulatur zu finden.

Demnach ist es weder sichtbar noch ertastbar. Allein durch den Bauchumfang lässt sich feststellen, ob wir über einen erhöhten Anteil an Viszeralfett verfügen.

Bei Frauen weist ein Taillenumfang von mehr als 80 cm auf einen erhöhten Wert an innerem Bauchfett hin, während dieser bei Männern ab 94 cm festgestellt werden kann.

Funktionen und Folgeerscheinungen

Viszerales Bauchfett dient dem Körper als Energiespeicher bei Nahrungsmangel. Es sind im Prinzip deine letzten Reserven, solltest du über einen sehr langen Zeitraum hinweg kein Essen mehr zu dir nehmen. Allerdings ist dieses Gewebe nicht als primärer Fettspeicher gedacht.

Von den Bauchfett Typen ist das subkutane Bauchfett für diese Aufgabe verantwortlich. Dennoch lagert dein Körper bei einem Kalorienüberschuss auch in diesem Bereich Energie ein. Das bedeutet, wenn du mehr isst als du verbrauchst, füllen sich auch deine Fettdepots zwischen den Organen. Gerade eine einseitige und ungesunde Ernährung mit viel Fast Food und Alkohol begünstigt die Bildung von viszeralem Bauchfett.

Stoffwechselaktives Fettgewebe

Als eine der zwei Arten von Bauchfett hat eine erhöhte Einlagerung von Viszeralfett viele Auswirkungen auf unseren Körper. Insbesondere fördert dieses eine stark vermehrte Hormonproduktion.

Hormone sind Botenstoffe, die viele Funktionen im Organismus steuern. Je mehr viszerales Fett vorhanden ist, desto stärker ist auch die Konzentration und Herstellung dieser Botenstoffe. Diese können den Hormonhaushalt negativ beeinflussen.

Kein Sättigungsgefühl

Insbesondere das Hormon Leptin ist hiervon betroffen. Es reguliert unser Hungergefühl und sendet regelmäßig Signale, wann wir unserem Körper Nahrung zuführen müssen. Je größer die Leptinproduktion, desto mehr Impulse.

Dies bedeutet, dass wir häufiger essen, obwohl dies gar nicht notwendig ist. Wir haben also aufgrund des stoffwechselaktiven Fettgewebes kein gesundes Sättigungsgefühl mehr. Das viszerale Bauchfett produziert demzufolge übermäßig Leptin. Im Endeffekt sorgt ein aus dem Gleichgewicht geratener Hormonspiegel dafür, dass wir schneller zunehmen und mehr viszerales Fett speichern.

Darüber hinaus sinkt zudem auch unsere Insulinempfindlichkeit,  sodass die Gefahr eines zu hohen Blutzuckerspiegels entsteht. Dadurch steigt auch das Risiko an Diabetes zu erkranken.

Stress-Essen und Erkrankungen

Die erhöhte Produktion des Stresshormons Cortisol wirkt sich ebenfalls negativ auf unseren Körper aus. Ein hoher Cortisolspiegel fördert Entzündungen und dämpft das Immunsystem.

Die Botenstoffe übermitteln deinem Körper das Alarmsignal, dass er Reserven einlagern muss. Somit isst du aufgrund des Stresses deutlich mehr, als du eigentlich benötigst. Eine unkontrollierte und übermäßige Hormonproduktion aufgrund von viszeralem Bauchfett ist demnach mitverantwortlich dafür, dass du zunimmst.

Leider wird dadurch auch das Risiko vergrößert, an verschiedenen Krankheiten zu leiden. Chronisch entzündliches Gewebe kann z.B. zu Thrombosen führen, die oft in koronaren Herzkrankheiten enden. Die Gefahr von Schlaganfällen und Herzinfarkten wird durch zu viel viszerales Bauchfett erhöht.

In bestimmten Fällen führt ein starkes hormonelles Ungleichgewicht bei Frauen auch zu einem Polyzystischen Ovar-Syndrom. Diese Stoffwechselstörung fördert Zyklusstörungen und kann zu Unfruchtbarkeit führen. Diese Art von Bauchfett bei Frauen resultiert mitunter in verschiedenen Hormonstörungen.

Subkutanes Bauchfett

Dieser Bauchfett Typ wird auch als Unterhautfett bezeichnet. Es ist das Fettgewebe, das wir z.B. in Form Speckröllchen sehen und ertasten können. Das subkutane Fett am Bauch dient dem Körper als primärer Energiespeicher.

Wenn wir mehr essen als wir verbrauchen, lagert unser Körper die überschüssige Energie in diesen Fettdepots an. Sie befinden sich entweder am Bauch, als auch an der Hüfte oder dem Po. Darüber hinaus dient diese Art von Bauchfett deinem Körper als Wärmeisolator und bietet Schutz vor Kälte.

Generell ist es weniger gefährlich als das viszerale Bauchfett, da es an Stoffwechselprozessen nicht so stark beteiligt ist. Du kannst es quasi als passives Gewebe betrachten, während das Viszeralfett aktiv Hormone produziert.

Dennoch zeigt dir das subkutane Bauchfett, dass du sichtbar zugenommen hast. Es ist oft der primäre Auslöser dafür, dass du dein Gewicht reduzieren möchtest.

So reduzierst du die verschiedenen Arten von Bauchfett

Viszerales Bauchfett birgt ein erhebliches gesundheitliches Risiko. Viele Krankheiten und Hormonstörungen lassen sich auf zu viel Viszeralfett zurückführen. Daher ist es wichtig, dieses Bauchfett zu reduzieren. Das subkutane Bauchfett hingegen ist verantwortlich dafür, dass du dich in deinem Körper optisch nicht mehr wohlfühlst und abnehmen willst.

Unser Team von Abnehmcoach Jan Bahmann hilft dir dabei dein Bauchfett zu verlieren. Mithilfe der effektiven MEA-3 Methode kannst du deine Fettdepots dauerhaft verkleinern. Die Methode setzt sich hierbei aus drei Bereichen zusammen: Mindset, Ernährung und Aktivität.

Mit ihr wirst du jedoch nicht nur dein Bauchfett verlieren, sondern alle überschüssigen Depots verkleinern. Dies betrifft Bereiche, in denen Körperfett gespeichert wird: Beine, Hüfte, Arme, Po usw. An diesen Stellen wirst du ebenfalls Fett verlieren.

Mindset - Du nimmst für deine Gesundheit und deine Wohlfühlfigur ab

Du musst deinen Ist-Zustand ändern wollen! Gerade wenn du dir die Gefahren des viszeralen Bauchfetts vor Augen führst, wird deutlich, wie wichtig eine Gewichtsreduktion für deine Gesundheit ist.

Das Gleiche gilt für das subkutane Bauchfett. Wenn du dich aufgrund der sichtbaren Fettdepots nicht mehr in deinem Körper wohlfühlst, hast du auch den Anreiz abzunehmen. Generell sollte sich der positive Nutzen in deiner Einstellung widerspiegeln.

Ausgewogene Ernährung - Bewusster essen ohne Verzicht

Um erfolgreich abzunehmen, musst du weniger Kalorien zu dir nehmen, als du verbrauchst. Ein Kaloriendefizit ist demnach unerlässlich. Dies bedeutet jedoch nicht, dass du auf dein Lieblingsessen verzichten musst.

Ganz im Gegenteil. Statt Burger zu bestellen, kannst du sie lieber selbst zubereiten. Hier kommt es auf die Zutaten an. An Stelle von tiefgefrorenen Patties kannst du z.B. Rindertartar oder mageres Hack verwenden.

Dazu noch eine Light-Soße, frischer Salat sowie Tomaten und Gurken auf einem Vollkornbrötchen und fertig ist der gesunde Burger. Die komplexen Kohlenhydrate des Vollkornbrötchens sind eine gesündere Alternative zu den klassischen Weizenbrötchen.

Eine gesündere Ernährung ist die wichtigste Stellschraube, wenn es darum geht, nachhaltig abzunehmen. Allerdings lässt sie sich mit den richtigen Zutaten attraktiv und abwechslungsreich gestalten, ohne auf etwas wirklich verzichten zu müssen.

Aktivität - Bauchfett schneller abbauen

Mehr Bewegung hilft dir dabei, neben einer angepassten Ernährung dein Bauchfett schneller zu reduzieren. Die Aktivität muss dabei konstant in deinen Alltag integrierbar sein.

Lange Workouts im Fitnessstudio sind hierfür nicht notwendig. Es sind kleine Schritte, die zum Erfolg führen. Anstatt den Aufzug zu nehmen, kannst du lieber Treppen steigern. Solltest du kurze Strecken zurücklegen müssen, bietet es sich zu Fuß zu gehen.

Darüber hinaus können kleine Spaziergänge als abendliches Ritual etabliert werden. Dadurch wirst du schneller abnehmen. Zudem sorgt die Alltagstauglichkeit deiner Aktivitäten dafür, dass du sie auch dauerhaft beibehalten kannst. Ein ausreichender Schlaf verbessert zusätzlich die Regeneration und erleichtert das Abnehmen.

FAQ

Welche Bauchfett Arten gibt es?
In unserem Körper gibt es zwei verschiedene Arten von Bauchfett. Das viszerale Bauchfett und das subkutane Bauchfett. Erstes befindet sich in der Bauchhöhle und umschließt dabei die Organe und den Verdauungstrakt. Letzteres befindet sich direkt unter der Haut und ist sowohl sicht- als auch greifbar. Das viszerale Bauchfett ist sehr stoffwechselaktiv und fördert eine übermäßige Produktion von Hormonen. Subkutanes Bauchfett hingegen dient als primärer Energiespeicher des Körpers.
Wie gefährlich ist viszerales Bauchfett?
Viszerales Bauchfett ist sehr stoffwechselaktiv und erhöht die körpereigene Hormonproduktion. Aufgrund der gesteigerten Herstellung der Botenstoffe gerät der Hormonspiegel außer Kontrolle. Dies führt zu verschiedenen Hormonschwankungen. Im schlimmsten Fall ergeben sich hieraus diverse Krankheitsbilder. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein erhöhtes Herz- und Schlaganfallrisiko können als Folgeerscheinungen auftreten.