Gastritis (Magenschleimhautentzündung) - Tipps vom Profi für ein gutes Bauchgefühl

Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut. Sie kann akute Schmerzen verursachen oder sich über längere Zeit als chronische Erkrankung zeigen. Wenn Du unter Magenschmerzen leidest, ist es wichtig, Gastritis frühzeitig zu erkennen, um langfristige Schäden zu vermeiden. In diesem Artikel erfährst Du, was Gastritis ist, welche Ursachen sie hat, welche Symptome auftreten können und wie Du sie behandeln kannst.

INHALTSVERZEICHNIS:

Kurz und knapp: Wichtige Fakten zu Gastritis

  • Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die akut oder chronisch auftreten kann.
  • Häufige Ursachen sind falsche Ernährung, Stress, Medikamentenmissbrauch und Infektionen mit H pylori.
  • Symptome sind Magenschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl und Appetitlosigkeit.
  • Die Diagnose erfolgt meist durch eine Gastroskopie und Tests auf Bakterien oder andere Ursachen.
  • Eine Behandlung umfasst Ernährungsumstellung, Medikamente zur Säurehemmung und gegebenenfalls Antibiotika bei Infektionen.
Sanfte Ernährung bei Gastritis – Tipps für weniger Beschwerden. Jan Bahmann Coaching.

Was ist Gastritis?

Gastritis bezeichnet die Entzündung der Magenschleimhaut. Die Erkrankung kann akut auftreten oder sich über längere Zeit chronifizieren – oftmals aufgrund von Infektionen (vor allem durch Helicobacter pylori), Stress, ungesunder Ernährung oder dem langfristigen Einsatz von Medikamenten wie NSAIDs).

Arten der Gastritis

Es gibt verschiedene Formen von Gastritis, die sich durch ihre Ursachen und Symptome unterscheiden. Die häufigsten sind die akute und die chronische Gastritis.

Akute Gastritis

Akute Gastritis tritt plötzlich auf und ist mit starken Beschwerden verbunden. Vorwiegend entsteht sie durch äußere Einflüsse wie stressige Situationen oder den Konsum von bestimmten Lebensmitteln und Getränken. Zu den häufigen Ursachen gehören:

  • Zu viel Alkohol
  • Rauchen
  • Scharfes oder fettiges Essen
  • Bestimmte Medikamente(z.B. Ibuprofen)

Die Symptome einer akuten Gastritis sind oft sehr unangenehm. Du kannst starke Magenschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl und sogar Erbrechen erleben.

Chronische Gastritis

Bei der chronischen Gastritis entwickelt sich die Entzündung über einen längeren Zeitraum. Sie verläuft häufig ohne starke Schmerzen, aber die Beschwerden sind kontinuierlich. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • Eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori
  • Autoimmunreaktionen (besonders bei der seltenen Typ-A-Gastritis)
  • Chemische Reize wie Schmerzmittel oder übermäßiger Alkoholkonsum

Bei chronischer Gastritis können sich die Symptome von leichtem Druckgefühl bis zu stärkeren Schmerzen im Oberbauch erstrecken.

Besondere Formen der Gastritis

Es gibt auch seltenere Formen, wie die Riesenfaltengastritis oder Gastritis durch Gallenreflux. Diese speziellen Formen sind überwiegend durch andere Grunderkrankungen bedingt, die die Magenschleimhaut schädigen.

Ursachen von Gastritis

Die Ursachen für Gastritis sind vielfältig. Sie können von äußeren Faktoren wie Ernährung und Stress bis hin zu Infektionen oder Medikamenten reichen.

Die häufigsten Ursachen für Gastritis auf einen Blick:

Table Example
Ursache Beschreibung
Falsche Ernährung Zu viel Alkohol, Nikotin, fettreiche oder stark gewürzte Nahrung können die Magenschleimhaut reizen und eine Entzündung verursachen.
Medikamente Schmerzmittel wie Ibuprofen und Diclofenac können die Magenschleimhaut angreifen, wenn sie über längere Zeit eingenommen werden.
Bakterien Das Bakterium Helicobacter pylori ist eine der häufigsten Ursachen für eine chronische Gastritis. Es kann sich in der Magenschleimhaut ansiedeln und Entzündungen verursachen.
Autoimmunreaktionen Bei der Typ-A-Gastritis greift das Immunsystem irrtümlich die Zellen der Magenschleimhaut an, was zu einer dauerhaften Entzündung führt und die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen wie Vitamin B12 beeinträchtigen kann.

Symptome einer Gastritis

Die Symptome von Gastritis hängen davon ab, ob es sich um eine akute oder chronische Form handelt.

Akute Gastritis

Bei einer akuten Gastritis kannst Du folgende Symptome erleben:

  • Starke Magenschmerzen, besonders im Oberbauch
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Völlegefühl oder ein Druckgefühl im Magen
  • Appetitlosigkeit und manchmal auch Schmerzen beim Essen

Chronische Gastritis

Bei der chronischen Gastritis treten die Symptome oft schleichend auf. Sie können mild sein, aber über einen längeren Zeitraum bestehen:

  • Leichte Magenschmerzen nach den Mahlzeiten
  • Aufstoßen und Völlegefühl
  • Müdigkeit und Schwäche, besonders bei Typ-A-Gastritis, wenn es zu einem Vitamin B12-Mangel kommt

Diagnose von Gastritis

Um Gastritis richtig zu diagnostizieren, wird ein Arzt in der Regel eine gründliche Untersuchung durchführen. Dazu gehört:

  • Klinische Untersuchung: Der Arzt fragt nach Deinen Symptomen und Deiner Krankengeschichte.
  • Gastroskopie (Magenspiegelung): Bei Verdacht auf eine Gastritis wird häufig eine Magenspiegelung durchgeführt, bei der der Arzt mit einem dünnen Schlauch den Magen betrachtet. Auf diese Weise können Gewebeproben entnommen werden, um eine genauere Diagnose zu stellen.
  • Zusätzliche Tests: Manchmal werden auch Tests auf Helicobacter pylori oder Blutuntersuchungen durchgeführt, um den Ursprung der Gastritis zu klären.

Behandlung von Gastritis

Die Behandlung von Gastritis richtet sich nach der Ursache der Entzündung. Häufig wird sie durch Änderungen der Ernährung und medikamentöse Therapien unterstützt.

Ernährungsumstellung

Eine der ersten Maßnahmen bei Gastritis ist die Änderung der Ernährung. Dabei solltest Du folgende Lebensmittel meiden:

  • Alkohol und Nikotin
  • Fettreiche, frittierte und stark gewürzte Speisen
  • Zu viel Kaffee oder Cola

Stattdessen empfiehlt sich eine magenschonende Ernährung mit leicht verdaulichen Lebensmitteln wie Reis, Kartoffeln und gedämpftem Gemüse.

Medikamentöse Behandlung

Je nach Ursache können verschiedene Medikamente helfen:

  • Antazida: Diese Medikamente neutralisieren die Magensäure und lindern so die Beschwerden.
  • H2-Blocker und Protonenpumpenhemmer (PPI): Diese Medikamente verringern die Magensäureproduktion und helfen der Magenschleimhaut zu heilen.
  • Antibiotika: Falls Helicobacter pylori Bakterien die Ursache ist, wird in der Regel eine Antibiotikabehandlung verschrieben.

Naturheilkundliche Ansätze

Neben der schulmedizinischen Behandlung können auch pflanzliche Präparate helfen, den Magen zu beruhigen. Tees aus Kamille oder die Einnahme von Zubereitungen aus Tollkirsche können unterstützend wirken.

Prävention von Gastritis

Es gibt viele Möglichkeiten, Gastritis vorzubeugen. Eine gesunde Ernährung, die Vermeidung von Stress und ein gesunder Lebensstil spielen dabei eine entscheidende Rolle. Achte darauf, Deine Mahlzeiten regelmäßig und ausgewogen zu gestalten. Vermeide es, zu viel zu essen oder auf schwere, ungesunde Kost zurückzugreifen.

Außerdem ist es wichtig, regelmäßig ärztliche Untersuchungen durchführen zu lassen, wenn Du unter wiederkehrenden Magenschmerzen leidest.

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FAQ

Was ist Gastritis?

Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die entweder akut oder chronisch auftreten kann. Sie kann durch verschiedene Faktoren wie Stress, falsche Ernährung, Medikamente oder Infektionen verursacht werden.

Was sind die Hauptursachen für Gastritis?

Zu den häufigsten Ursachen gehören falsche Ernährung (z. B. zu viel fettiges oder scharfes Essen), Stress, übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum, bestimmte Medikamente (z. B. Schmerzmittel) und eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori.

Welche Symptome treten bei einer Gastritis auf?

Typische Symptome sind Magenschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Erbrechen. Bei einer akuten Gastritis treten die Beschwerden oft plötzlich auf, während eine chronische Gastritis meist über längere Zeiträume hinweg nur leichte Beschwerden verursacht.

Wie wird Gastritis behandelt?

Die Behandlung umfasst eine Anpassung der Ernährung, die Vermeidung von auslösenden Faktoren wie Alkohol oder Nikotin und den Einsatz von Medikamenten wie Protonenpumpenhemmern, die die Magensäureproduktion verringern. Bei einer Infektion mit Helicobacter pylori werden Antibiotika verschrieben.

Wie wird Gastritis diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt durch eine gründliche Untersuchung beim Arzt, der möglicherweise eine Gastroskopie durchführt, bei der ein dünner Schlauch mit Kamera in den Magen eingeführt wird. Auch Tests auf Bakterien wie Helicobacter pylori sind üblich.

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