Kurz und knapp
- Vorstufe von Diabetes: Bei Prädiabetes sind Deine Blutzuckerwerte erhöht, Du hast aber noch kein Diabetes
- Frühes Warnsignal: Diese veränderten Werte können bereits auf ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen hinweisen.
- Diagnosekriterien: Mithilfe von Tests wie dem Nüchternblutzucker, dem oralen Glukosetoleranztest (oGTT) und dem HbA1c-Wert kannst Du Deinen Status genau bestimmen.
- Lebensstil als Schlüssel: Eine nachhaltige Ernährungsumstellung und mehr Bewegung sind entscheidend, um den Ausbruch eines Typ‑2‑Diabetes zu verhindern.
- Erfolge bei Bahmann Coaching: Die Fallstudie von Simone zeigt, dass selbst bei gesundheitlichen Herausforderungen wie einer Schilddrüsenunterfunktion ein erfolgreicher Weg zu mehr Wohlbefinden möglich ist.

Was ist Prädiabetes?
Prädiabetes bezeichnet einen Zustand, in dem deine Blutzuckerwerte zwar über dem Normalbereich liegen, aber noch nicht so hoch sind, dass du die Diagnose Diabetes (Diabetes mellitus Typ 2) erhältst. Du befindest dich in einem Graubereich – einer Vorstufe, in der sich dein Körper bereits mit einer verminderten Insulinwirkung auseinandersetzt.
Wann habe ich Prädiabetes?
Die Hauptursache für Prädiabetes liegt in der Insulinresistenz – deinem Körper fällt es zunehmend schwer, das Hormon Insulin effektiv zu nutzen.
Dies führt dazu, dass der Zucker (Glukose) im Blut verbleibt, statt in die Zellen transportiert zu werden.
Weitere wichtige Risikofaktoren sind:
- Übergewicht und vor allem Bauchfett, die den Stoffwechsel negativ beeinflussen.
- Ein ungesunder Lebensstil mit zu wenig Bewegung und einer Ernährung, die zu viel Zucker enthält.
- Genetische Faktoren und familiäre Vorbelastungen, die das Risiko zusätzlich erhöhen.
Wie wird Prädiabetes festgestellt?
Um Prädiabetes festzustellen, werden verschiedene Blutzuckerwerte gemessen. Hierbei spielen folgende Tests eine Rolle:
- Nüchternblutzucker:
- Normal: unter 100 mg/dl (< 5,6 mmol/l)
- Prädiabetes: 100–125 mg/dl (5,6–6,9 mmol/l)
- Diabetes: ab 126 mg/dl (≥ 7 mmol/l)
- Oraler Glukosetoleranztest (oGTT):
- Nach dem Trinken einer standardisierten Zuckerlösung steigt Dein Blutzucker.
- Werte zwischen 140 und 199 mg/dl (7,8–11,0 mmol/l) deuten auf Prädiabetes hin; ab 200 mg/dl (≥ 11,1 mmol/l) spricht man von Diabetes.
- Langzeitblutzucker (HbA1c-Wert):
- Ein HbA1c-Wert von 5,7 bis 6,4 % (39–47 mmol/mol) liegt im Bereich von Prädiabetes.
Folgen, sollte Prädiabetes unentdeckt werden
Auch wenn Du als Mensch mit Prädiabetes meist keine akuten Symptome bemerkst, können die leicht erhöhten Zuckerwerte langfristig gravierende Folgen haben.
Bereits im Stadium der Diabetesvorstufe können Schäden an der Gefäßfunktion, dem Herz-Kreislauf-System – etwa in Form von Herzinfarkt oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen – sowie an Nieren und Augen entstehen.
Forschende und Wissenschaftler weisen darauf hin, dass diese Risiken oft unterschätzt werden. Daher ist es entscheidend, den Zustand frühzeitig zu erkennen und aktiv gegenzusteuern, um den späteren Ausbruch eines Diabetes mellitus Typ 2 zu verhindern.
Präventions- und Therapieansätze
Du kannst viel dafür tun, um den Zustand des Prädiabetes umzukehren und langfristig gesund zu bleiben. Die Therapie zielt vor allem auf eine nachhaltige Lebensstilsänderung ab:
- Ernährung:
- Setze auf eine vollwertige, ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Reduziere den Konsum von zuckerreichen Lebensmitteln, um plötzliche Blutzuckerwerten-Anstiege zu vermeiden.
- Verstehe, warum bestimmte Lebensmittel wichtig für Deinen Körper sind – so triffst Du bewusste Entscheidungen, die Deinen Blutzuckerspiegel stabil halten.
- Bewegung:
- Schon regelmäßige Alltagsbewegungen, wie Spazierengehen, Radfahren oder Treppensteigen, können Deine Insulinwirkung verbessern und den Blutzuckerspiegel senken.
- Empfohlen werden mindestens 150 bis 300 Minuten moderate Bewegung pro Woche.
Medikamentöse Therapien kommen in der Regel erst zum Einsatz, wenn der Zustand sich verschlechtert hat. Bis dahin ist der Fokus auf Diabetesprävention und nachhaltiger Lebensstilanpassung entscheidend.
Simones inspirierende Reise zur Gewichtsabnahme
Wer ist Simone?
Simone ist 36 Jahre alt, lebt in Frankfurt am Main mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und zwei Hunden. Sie teilt ihre Geschichte, um zu zeigen, dass auch Du trotz gesundheitlicher Herausforderungen erfolgreich abnehmen kannst.
Der Beginn der Abnehmreise:
Schon als Kind hatte Simone mit Übergewicht zu kämpfen, was sie in der Schule oft demotivierte. Die frühen Diätversuche blieben erfolglos, und Mobbing verstärkte ihr emotionales Essverhalten.
Herausforderungen und Wendepunkte:
Ein Wendepunkt kam 2022, als Simone nach einer schmerzhaften Fußoperation erkannte, dass ihr Übergewicht – und damit auch ihr Zustand des Prädiabetes – sie stark belastet. Anstatt sofort an eine bariatrische Operation zu denken, entschied sie sich für ein Coaching.
Der Weg zur Veränderung:
Durch das Coaching lernte Simone, wie eine gesunde Ernährung funktioniert und welche Lebensmittel Blutzucker nachhaltig stabilisieren.
Sie integrierte mehr Bewegung in ihren Alltag und profitierte von der persönlichen Betreuung.
Innerhalb weniger Wochen verzeichnete sie erste Erfolge – und über die Zeit nahm sie beeindruckende 55 kg ab.
Ihre Blutzuckerwerte normalisierten sich, und ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenprobleme und andere Folgeerkrankungen sank deutlich.
Nachhaltige Veränderungen:
Simone berichtet, dass nicht nur ihre körperliche Gesundheit, sondern auch ihre Lebensqualität enorm verbessert wurde.
Sie kann wieder aktiv mit ihren Kindern spielen, und ihr Selbstbewusstsein hat sich gestärkt.
Die positive Veränderung in ihrem Lebensstil ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass Du – mit der richtigen Unterstützung und den passenden Maßnahmen – deine Gesundheit nachhaltig verbessern kannst.
Mit uns an Deiner Seite gestaltest Du Deinen Weg, um Diabetes effektiv vorzubeugen.

FAQ
Ist Prädiabetes gefährlich?
Ja, Prädiabetes kann gefährlich sein. Obwohl in diesem Stadium oft noch keine offensichtlichen Symptome auftreten, deuten leicht erhöhte Blutzuckerwerte bereits auf eine gestörte Insulinwirkung hin. Langfristig kann dieser Zustand zu schweren Komplikationen führen – wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenschäden, Augenerkrankungen und sogar einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebsarten. Daher ist es wichtig, frühzeitig aktiv zu werden, um den Zustand zu verbessern und den Ausbruch eines Diabetes mellitus Typ 2 zu verhindern.
Welche Risikofaktoren fördern Prädiabetes?
Wie überprüfe ich meine Blutzuckerwerte und was bedeuten sie?
Deine Blutzuckerwerte werden in der Regel durch Bluttests bestimmt. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:
- Nüchternblutzucker:
- Normal: unter 100 mg/dl (unter 5,6 mmol/l)
- Prädiabetes: 100–125 mg/dl (5,6–6,9 mmol/l)
- Diabetes: ab 126 mg/dl (ab 7 mmol/l)
- Oraler Glukosetoleranztest (oGTT):
- Normal: unter 140 mg/dl (unter 7,8 mmol/l)
- Prädiabetes: 140–199 mg/dl (7,8–11,0 mmol/l)
- Diabetes: ab 200 mg/dl (ab 11,1 mmol/l)
- Langzeitblutzucker (HbA1c):
- Ein Wert von 5,7 bis 6,4 % (39–47 mmol/mol) weist auf Prädiabetes hin, während Werte ab 6,5 % (48 mmol/mol) typischerweise mit Diabetes assoziiert werden.
Welche konkreten Ernährungstipps helfen mir, den Blutzuckerspiegel im Normalbereich zu halten?
Setze auf eine vollwertige, ausgewogene Ernährung, die reich an Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten ist. Reduziere den Konsum von zuckerreichen Lebensmitteln, da diese zu schnellen Blutzuckeranstiegen führen können. Kombiniere Kohlenhydrate mit gesunden Fetten und Proteinen, um den Blutzucker langsamer ansteigen zu lassen.